Fahrrad-Navigationsgerät FALK IBEX30 Cross



Fahrradnavigationsgeräte erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit, zumal deren Bedienungskomfort so gut wie authentisch mit denen von ausschließlich im Auto verwendeten Geräten ist. Schon geraume Zeit sind für das Fahrrad geeignte Geräte auch mit Sprachausgabe versehen. Allerdings gibt es einige gravierende Unterschiede zu beachten: Weil für die Routenberechnung neben Straßen vorrangig Radwege, Wander- und mitunter auch Pfade einbezogen werden können, gilt es für die Ermittlung der geeigneten Strecke oft das Mehrhundertfache an Messpunkten gegenüber reinen Autonavigationsgeräten zu berechnen. Aus diesem Grund dauert ein solcher Vorgang auch entsprechend länger. Zudem haben Fahrrrad-Navis die oft nicht gewünschte Eigenschaft, den Radfahrer von der Straße herunter- und durchaus auf wesentlich schlechtere Strecken zu lotsen. Wer sich stur an diese Vorgaben hält, kann dabei so manche köstliche Odyssee erleben, die im Wald, auf Kuhweiden oder sonst irgendwo in der Botanik endet.
Darüber hinaus steht und fällt die Genauigkeit der Navigation mit der Präzision der eingespeicherten Kartensoftware.

Bereits im Jahr 2011 schaffte ich mir das Outdoor Navi Falk IBEX30 an, das neben der Möglichkeit der spezifischen Fahrradnavigation auch für Wanderer und Fußgänger eingerichtet ist. Für die Berechnungen der Route gab es bei der ursprünglichen Software folgende Vorgaben: Straßenverkehr verwenden/vermeiden; Fahrradwege verwenden/vermeiden, Wanderwege verwenden/vermeiden, Gefälle verwenden/vermeiden. Nun bedeutet „vermeiden“ keineswegs „ausschließen“, und so konnte es vorkommen, dass bei der Streckenberechnung ein holpriger Waldweg (nur weil er evtl. 20 Meter kürzer war) mit einbezogen wurde, obwohl gleich parallel dazu eine Landstraße – sogar mit Straßen begleitendem Radweg – verlief. Darüber hinaus gab es als weitere Vorgaben „kurz“, „einfach“ sowie „sportlich“.  Je nach Kombination dieser Vorgaben konnte man so manche Überraschung erleben. Bei Verwendung der Option „einfach“ wurden z. B. Steigungen vermieden (sofern dies möglich war), dafür konnten jedoch beträchtliche Umwege einberechnet werden. Bei der Vorgabe „kurz“ hingegen wurde zwar die kürzeste Route berechnet, die dann allerdings heftige Steigungen oder wieder kaum fahrbare Waldwege (die oft nicht mal mehr vorhanden waren) enthalten konnte). Als ich 2012 mit dem damals noch nicht geupdateten Gerät meine Fahrradreise ins Ötztal antrat, landete manche Navigation in einer kurios anmutenden Odyssee , z. B. dazu, dass ich mich mit Fahrrad samt Radanhänger im steilen Bergwald festfuhr.

Es ist daher immer wichtig, sich den zu befahrenden Streckenabschnitt auf einer Karte anzusehen vor allem, wenn man schnell von A nach B will. Man wählt sich dabei markante Punkte, z. B. bekannte und interessante Ortschaften aus, die leicht zu finden sind, so dass man das Navi nicht einmal benötigt. Man wird feststellen, dass man oft entlang ruhiger Landstraßen besser und schneller zum Ziel kommt. Zwar wird man sich oft durch die (abschaltbare) Sprachansage, die mehr als gewünscht zum Wenden auffordert, gegängelt fühlen. Doch wenn man sie ignoriert und einfach weiterfährt, macht das Gerät ein Rerouting, berechnet die Strecke neu und bietet einen anderen Streckenverlaufverlauf an.

Erst, nachdem ich das Gerät zu einem Update an den Falk-Service einschickte, wurde das  IBEX 30 zum IBEX40 Cross. Die aktuelle Kartenversion 2012 wurde installiert, wodurch die Einberechnung  zahlreicher gar nicht mehr vorhandener bzw. zugewachsener Wege wegfiel. Anstelle der bis dahin möglichen sprachlichen Ausgabe der eingegebenen Strecke als Sprachsimulation gab es eine ausschließlich optische Anzeige wesentlicher Streckenpunkte- und Details. Dass man zur eingegebenen Strecke sich zusätzlich zwei weitere Alternativrouten anzeigen lassen konnte, wurde natürlich beibehalten.

(wird fortgesetzt)


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